Eila vom Weinbergblick Zwinger "vom Dickemer Schlößle"
       Eila vom Weinbergblick                          Zwinger "vom Dickemer Schlößle"

Geschichte

 

Schäferhunde gibt es solange wie die Schäfer selbst. Sie wurden jedoch nie rein gezüchtet und schon gar nicht dem Aussehen nach. Alles was zählte war deren Leistungen bei der Arbeit. Da Schäfer keine weit Reisenden waren, gab es viele regionale Schläge, die heute teilweise in den "Altdeutschen Hütehund-Schlägen" erhalten wurden, wie etwa dem Harzer Fuchs, dem Schafpudel oder dem Westerwälder Kuhhund, um nur wenige zu nennen. 

Rittmeister Max von Stephanitz

Mittlerweile gehört der Deutsche Schäferhund zu den beliebtesten und am weitest verbreiteten Rassen. Es war Rittmeister Max von Stephanitz, der eines Tages während eines Manövers in der Rheinebene einen Schäfer mit seinen beiden Hunden beobachtete. Er war fasziniert von deren Gehorsam, der Intelligenz und Leistungsfähigkeit. Der Schäfer dirigierte seine Hunde fast ohne Zuruf mit knappen Gesten. In dieser Stunde formte Rittmeister von Stephanitz die Idee des idealen Gebrauchs- und Diensthundes => der Deutsche Schäferhund. 

 

Max von Stephanitz suchte nach geeigneten Hunden für sein Ziel, seine Zucht. Von einem Frankfurter Züchter namens Sparwasser erwarb er am 15.01.1898 den Schäferhund-Rüden Hektor Linksrhein, den er kurzerhand in Horand von Grafrath (seinem Zwingernamen) umtaufte. Horand gilt als Stammvater aller Deutschen Schäferhunde, er ist die Nummer 1 im Zuchtbuch des Schäferhund-Vereins. Auch Hektor von Schwaben war einer der legendärsten ersten Schäferhund-Rüden. Der Schäferhund-Verein wurde jedoch erst im Jahre 1899 in Karlsruhe gegründet und Max von Stephanitz wurde natürlich Präsident des Vereins. Bei Gründung zählte der Verein ganze 13 Mitglieder. Acht Jahre später waren es schon 1215.

Der Glaubenssatz von Stephanitz sowie des SV's war und ist: "Schäferhundzucht ist Gebrauchshundzucht, muss immer Gebrauchshundzucht bleiben, sonst ist sie keine Schäferhundzucht mehr!".

 

Seine Leistungen konnte der Schäferhund bislang nur bei der Arbeit mit der Herde unter Beweis stellen, doch bald fand er Einsatz als Schutz- und Diensthund von Beamten und so begann das Diensthundewesen. Es wurden Leistungsprüfungen abgehalten und es erschien bereits 1903 die "SV-Zeitung" für die Mitglieder. 1907 erschien die SV-Zeitung bereits vierzehntägig. Die Popularität und Beliebtheit des Deutschen Schäferhundes stieg rasch an, er überzeugte durch seine Fähigkeiten als Gebrauchshund. Er fand Einsatz im Krieg als Botenhund, Sanitätshund, Suchhund, Wachhund und Blindenhund. Die erste Schule für Blindenführhunde wurde bereits 1916 in Deutschland eröffnet - mit Deutschen Schäferhunden. 1932 wurde der 1.000 Blindenführhund an seinen neuen Herrn abgeben. 

 

Eine Wende gab es mit dem Beginn des "Dritten Reichs". Unabhängige Vereine wurden zu Reichsverbänden. So wechselte auch der Schäferhundverein seinen Namen in "Fachschaft für Deutsche Schäferhunde", der Verein wurde zu neuen Einheitssatzungen gezwungen. Der zweite Weltkrieg. Sämtliche Schäferhunde wurden als Gebrauchshunde eingezogen. Die Schlacht begann. Schäferhunde kämpften an der Front mit, wurden als lebende Bomben missbraucht. Der Nachschubstaffelleiter bei der Hundeersatzstaffel gab zu Bedenken, dass die Schäferhunde auf dieser Weise bald "ausgehen" würden. So fiel die Entscheidung, dass angekörte Schäferhunde bei ihren Besitzern und Züchtern bleiben durften um weitere Hunde zu "produzieren". Dies war die Rettung der Rasse. 

 

Nach dem Krieg begann sich die Schäferhundzucht zu erholen, aber sie machte keine Pause. Neue Regeln wurden aufgestellt. So durften nunmehr nur noch Hunde mit "vorzüglich" bewertet werden, die ein Abrichtekennzeichen erworben hatten und nur diese Hunde durften angekört werden. Es entstand die "Leistungszucht". 

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